John Paul II Foundation

Sonntag der Goettlichen Barmherzigkeit

Der Sonntag der Goettlichen Barmherzigkeit (auch bekannt als Fest der Goettlichen Barmherzigkeit) wird am Sonntag nach Ostern gefeiert, der Oktaventag von Ostern. Der Festtag wird von Roemischen Katholiken sowie von einigen Anglikanern gefeiert. Er liegt urspruenglich der katholischen Verehrung der Goettlichen Barmherzigkeit zugrunde welche die Heilige Faustina Kowalska berichtete als Teil ihrer Begegnung mit Jesus, und ist mit  besonderen Versprechungen von Jesus und von der Kirche gewaehrten Ablaessen verbunden.

Das Fest der Goettlichen Barmherzigkeit, wie im Tagebuch der Heiligen Faustina aufgezeichnet, erhaelt von Jesus selbst die groessten Versprechungen der Gnade verbunden mit der Verehrung der Goettlichen Barmherzigkeit. Speziell sagte Jesus dass ein Mensch der zum Sakrament der Beichte geht (die Konfession kann einige Tage vorher gemacht werden) und die Heilige Kommunion an diesem Tag empfaengt wird totale Vergebung aller Suenden und Strafen erhalten. Das bedeutet dass jede Person sofort nach dem Tod in den Himmel geht ohne im Fegfeuer (oder Hoelle) zu leiden. Ausserdem gewaehrt die Katholische Kirche vollkommenen Ablass (indem man die gewohnten Regeln beachtet) mit dem Rezitieren von einigen einfachen Gebeten.

Verehrung derGoettlichen Barmherzigkeit   

Faustina Kowalska, eine polnische Schwester, berichtete Visionen und Visitationen von Jesus und Konversationen mit Ihm. Er bat sie die Vision Seiner Barmherzigen Goettlichkeit welche aus Seinem Heiligen Herzen stroemt zu malen und besonders ein Fest der Goettlichen Barmherzigkeit am ersten Sonntag nach Ostern zu gruenden sodass die Menschheit Zuflucht zu Ihm nehmen wuerde. Ich moechte das Bildnis am ersten Sonntag nach Ostern feierlich gesegnet, und ich moechte oeffentlich verehrt werden so dass jede Seele davon wissen moege – Jesus‘ Worte, Tagebuch 341

Lasst die ganze Menschheit Meine unergruendliche Barmherzigkeit erkennen. Es ist ein Zeichen fuer die Endzeiten nach denen der Tag der Gerechtigkeit kommt – Tagebuch 848

Seelen gehen trotz Meines bitteren Leidens zugrunde. Ich gebe ihnen die letzte Hoffnung der Erloesung; das heisst das Fest Meiner Barmherzigkeit. Wenn sie Meine Barmherzigkeit nicht verehren, werden sie fuer alle Ewigkeit zugrunde gehen  … erzaehle den Seelen von Meiner grossen Barmherzigkeit, weil der furchtbareTag, der Tag Meiner Gerechtigkeit, nahe ist – Tagebuch 965

Sonntag, 28. April 1935, Gewoehnlicher Sonntag; das heisst, das Fest der Goettlichen Barmherzigkeit; das Ende des Jubilaeums der Erloesung. Als wir an den Feierlichkeiten teilnahmen, hat mein Herz vor Freude gehuepft dass die beidenFeierlichkeiten so eng miteinander verbunden waren – Faustina’s Worte; Tagebuch 420

Das Fest ging aus der Tiefe meiner Barmherzigkeit hervor und es bestaetigt die unendliche Tiefe meiner zaertlichen Barmherzigkeit. Jede Seele die an Meine Barmherzigkeit glaubt und ihr vertraut wird sie erhalten – Jesus‘ Worte; Tagebuch 420

Ja, der erste Sonntag nach Ostern ist das Fest der Barmherzigkeit; aber da muessen auch Taten der Barmherzigkeit vorhanden sein, welche aus Liebe zu Mir entstehen. Ihr muesst unseren Nachbarn immer und ueberall Barmherzigkeit erweisen. Ihr muesst nicht davon zurueckweichen oder versuchen Euch davon zu entschuldigen. – Tagebuch 742

In mehreren Eintragungen ihres Tagebuchs berichtete Faustina Versprechungen der Gnade und Barmherzigkeit verbunden mit dem Fest der Goettlichen Barmherzigkeit am Barmherzigkeitssonntag. Jesus sagte:

Bittet meinen treuen Diener, an diesem Tag, dass er der ganzen Welt von Meiner grossen Barmherzigkeit erzaehlt, dass wer immer an diesem Tag zur Quelle des Lebens geht die volle Vergebung der Suenden und Strafen erhaelt. Die Menschheit wird keinen Frieden haben bis sie sich mit Vertrauen an meine Barmherzigkeit wendet. – Tagebuch 300

Ich wuensche dass das Fest der Barmherzigkeit eine Zuflucht und Schutz fuer alle Seelen wird, und besonders fuer arme Suender. An diesem Tag sind die Tiefen Meiner zaertlichen Barmherzigkeit geoeffnet. Ich giesse den ganzen Ozean von Gnaden auf jene Seelen aus welche sich der Quelle Meiner Barmherzigkeit naehern. Die Seele die zur Beichte gehen wird und die Heilige Kommunion empfaengt wird vollstaendige Vergebung der Suenden und Strafen erhalten. An diesem Tag sind alle goettlichen Schleusentore durch welche die Gnade fliesst geoeffnet. Keine Seele soll sich fuerchten nahe zu Mir zu kommen, auch wenn ihre Suenden scharlachrot sind. – Tagebuch 699

Ich moechte vollstaendige Verzeihung den Seelen gewaehren welche zur Beichte gehen und die Heilige Kommunion am Fest meiner Barmherzigkeit empfangen.- Tagebuch 1109

Am 23. Maerz 1937, schrieb Faustina in ihr Tagebuch (Notizbuch III, Punkt 1044) dass sie eine Vision hatte dass das Fest der Goettlichen Barmherzigkeit in ihrer oertlichen Kapelle gefeiert wuerde, und mit einer grossen Menge von Anwesenden, und dass die gleiche Feier in Rom stattfinden wuerde mit Teilnahme vom Papst. Sie schrieb: „Die Menge war so riesengross dass das Auge sie nicht alle einschliessen konnte. Jeder hat an der Feier teilgenommen.“

Der Sonntag der Goettlichen Barmherzigkeit ist auch der Tag nach dem Hoehepunkt des Chaplets der Goettlichen Barmherzigkeit. Faustina schrieb dass Jesus sie angewiesen hat dass das Fest der Barmherzigkeit (am Sonntag nach Ostern) von einer Novena der Goettlichen Barmherzigkeit vorausgegangen wird welche am Karfreitag beginnt.

Die erste Messe bei der das Bildnis der Goettlichen Barmherzigkeit gezeigt wurde ist am 28. April 1935 gefeiert worden, dem ersten Sonntag nach Ostern (Fest der Goettlichen Barmherzigkeit) und St. Faustina war anwesend (Tagebuch von St. Faustina, 420). Am 28. April 1935 wurde auch das Ende des Jubilaeums der Erloesung von Papst Pius XI gefeiert. Pater Michael Sopocko (Faustina’s Beichtvater) feierte die Messe an diesem Sonntag, und erhielt die Erlaubnis das Bildnis innerhalb der Kirche in Vilnius waehrend der Heiligen Messe aufzustellen.

Vatikan Genehmigung

Das erste Gemaelde der Goettlichen Barmherzigkeit  von Kazimierowski (1934) im Heiligtum der Goettlichen Barmherzigkeit (Vilnius)

Die Verehrung wurde fest von Papst Johannes Paul II unterstuetzt.  Am 30. April 2000 fand die Heiligsprechung von Faustina Kowalska statt, und der Sonntag nach Ostern wurde offiziell als der Sonntag der Goettlichen Barmherzigkeit (Dominica II Paschae seu de divina misericordia) im allgemeinen Roemischen Kalender gekennzeichnet.  Am 22. April 2001, ein Jahr nach der Gruendung des Sonntags der Goettlichen Barmherzigkeit, hat Papst Johannes Paul II ihre Botschaft nochmals im Zusammenhang der Auferstehung von Ostern betont.

Jesus sagte einmal zu St. Faustina: „Die Menschheit wird niemals Frieden finden bis sie sich mit Vertrauen an die Goettliche Barmherzigkeit wendet.“ Goettliche Barmherzigkeit! Dies ist das Ostergeschenk welches die Kirche vom auferstandenen Christus erhaelt und der Menschheit bietet.

Die Verehrung des Sonntags der Goettlichen Barmherzigkeit wuchs sehr schnell nach der Ernennung durch Papst Johannes Paul II und wird jetzt in weitem Umfang von Katholiken gefeiert. Das Bildnis der Goettlichen Barmherzigkeit wird oft am Sonntag der Goettlichen Barmherzigkeit in Prozession getragen und wird an einem Platz in der Kirche aufgestellt so dass es von denen verehrt werden kann welche an der Heiligen Messe teilgenommen haben.

Die liturgische Feier des Sonntags der Goettlichen Barmherzigkeit reflektiert die Verehrungselemente der Goettlichen Barmherzigkeit – das erste Gebet dieser Messe beginnt mit:

Himmlischer Vater und Gott der Barmherzigkeit, wir suchen nicht mehr nach Jesus unter den Toten, denn Er lebt und ist der Herr des Lebens geworden.

Das Eroeffnungsgebet bezieht sich auf die Goettliche Barmherzigkeit als das Schluesselelement im Rettungsplan von Gott und betont den Glauben dass es durch Barmherzigkeit war dass Gott Seinen einzigen Sohn zur Rettung der Menschheit hingabgab, nach dem Fall von Adam.

Johannes Paul II, der am 2. April 2005, am Vorabend des Sonntags der Goettlichen Barmherzigkeit starb, wurde selbst am Sonntag derGoettlichen Barmherzigkeit, 1.Mai, 2011, von seinem Nachfolger, Papst Benedikt XVI, Selig gesprochen, und wurde am Sonntag der Goettlichen Barmherzigkeit, 27. April 2014, von Papst Franziskus Heilig gesprochen.                        

Vollkommener Ablass

Im Juni 2002 gewaehrte Johannes Paul II Ablaesse fuer Katholiken die an diesem Tag bestimmte Gebete beteten, welche dann formell vom Apostolischen Penitentiary (Busspriester) gewaehrt wurden. Die Priester werden auch beauftragt an diesem Tag Gebete zu Ehren der Goettlichen Barmherzigkeit vorzutragen, die Pfarreiangehoerigen ueber die Goettliche Barmherzigkeit zu unterrichten, und Beichte zu hoeren.

Bedingungen

Am Altar eine Darstellung am Sonntag der Goettlichen Barmherzigkeit in der St. Pancras Kirche, Ipswich.

Dieser vollkommene Ablass wird erhalten indem man die ueblichen Bestimmungen befolgt welche fuer die Gewaehrung dieser Gnade bestehen durch die Fuersprache der Katholischen Kirche; diese sind:  Sakramentale Beichte (die Beichte kann einige Tage vorher stattfinden), Heilige Kommunion; fuer die Anliegen des Papstes zu beten (ein Vater Unser und Heilige Maria sind eine minimum Forderung); wenn sich der Glaubige von jeder Suende losgeloest hat, sogar eine laessliche Suende, entweder:

  • In einer Kirche oder Kapelle an Gebeten und Verehrung zu Ehren der Goettlichen Barmherzigkeit teilzunehmen
  • Vor einem Heiligen Altarsakrament, exposiert oder im Tabernakel: bete ein Vater Unser und das Glaubensbekenntnis

In beiden Faellen ein frommes Gebet zum barmherzigen Herrn hinzufuegen (d.h. „Barmherziger Jesus, Ich vertraue auf Dich“)

Besondere Dispositionen

Ausserdem, kann ein Glaubiger dem es aus gerechtfertigtem Grund ausserhalb seiner Kontrolle nicht moeglich ist zur Kirche oder einer Kapelle zu gehen, Verzeihung erhalten indem er ein Vater Unser und Glaubensbekenntnis vor einem frommen Bildnis von Jesus betet und hinzufuegt „Barmherziger Jesus, ich vertraue auf Dich.“  Sie werden den vollkommenen Ablass an diesem Tag erhalten mit der Kondition die gewoehnlichen sakramentalen Bedingungen zu einem spaeteren Zeitpunkt zu erfuellen. Sogar wenn das oben erwaehnte nicht moeglich ist zu erfuellen wird der Ablass gewaehrt mit der spirituellen Absicht dass sie sich mit denjenigen vereinen welche die vorgeschriebenen Uebungen ausfuehren, mit der Absicht die Bedingungen so bald wie moeglich zu erfuellen.